© 2022 All rights reserved.

frieder WEISS

Frieder Weiss ist Künstleringenieur und Experte für Echtzeit-EDV und interaktive Computersysteme in der darstellenden Kunst. Er lebt in Nürnberg und Berlin. Er ist Autor der „video motion sensing“ Programme EyeCon und Kalypso, speziell entwickelt für die Verbindung von Tanz, Musik und Computerkunst. Er arbeitet als freier Softwareentwickler, ist an künstlerischen Projekten beteiligt und produziert eigene Werke. Aufgrund seines computerwissenschaftlichen und automationstechnologischen Wissens begann er 1993, interaktive Systeme zu entwickeln. Viele Jahre lang war er Co-Leiter der Palindrome Performance Group, für die er Medienperformances entwickelte, die weltweit tourten und zahlreiche Preise errangen, u.a. Transmediale Berlin oder CyneArt Dresden. Seine frühen Werke befassten sich mit der Beziehung von Sound und Bewegung. Diese untersuchte er mit bioelektrischen Sensoren für Herzschlag, Muskelspannung, Gehirnwellen und Tastsensoren oder basierend auf „Video Motion Sensing“ (EyeCon Software). Frieder Weiss arbeitet regelmäßig mit der Transmedia Akademie Hellerau und Phase-7 in Berlin zusammen.

Inspiriert von seiner Arbeit mit der australischen Tänzerin Emily Fernandez fokussierte er sich auf eine enge Verbindung von interaktiver Videotechnik mit dem Körper in „Schatten“ und der Installation „Schlamp“. Frieder Weiss entwickelte die Videotechnologie und die interaktiven Bühnenprojektionen für die jüngsten intermedialen Werke „Glow“ und „Mortal engine“ der australischen Tanzkompanie Chunky Moves. Für „Glow“ wurde er mit dem „Green room Award“ für „Design im Tanz“ ausgezeichnet. Beide Stücke tourten weltweit, u.a. bei BAM New York, dem Edinburgh Festival und der Sydney Opera. Weitere Kollaborationspartner waren Leine und Roebana in Amsterdam, Laborgras in Berlin, Helga Pogatschar und Cesc Gelabert in München.
Seine momentane Arbeit befassen sich mit den Möglichkeiten, die Zweidimensionalität der Videoprojektion zu überwinden. Er nutzt dabei Tanz als Material für dreidimensionale Bilder erstarrter Bewegung. Event- und Clubversionen seiner interaktiven grafischen Darstellungen werden unter dem Label „Hypecycle“ vermarktet. Frieder Weiss führt außerdem seine freiberufliche Arbeit für die Industrie fort, zumeist im Bereich der Qualitätsinspektion und Automation. Als Dozent für Medientechnologie lehrte er an der Ohm-Hochschule in Nürnberg, am Universitätszentrum Doncaster und an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.